Naturkundliche Wanderung...

...zum Echelsee war am Sonntag 11.03.2018 angesagt. Das frühlingshafte Wetter und die warme Nacht zuvor mit Temperaturen über der "magischen" 5-6° Grenze ließen uns auf Amphibienbeobachtungen hoffen. Auf dem Weg zum See war der Star "Vogel des Jahres 2018" unser Thema. Der "Allerweltsvogel" Star ist zwar ständig präsent - jedoch ist deutschlandweit ein Verlust von 1 Million Starenpaaren in den letzten 20 Jahren zu verzeichnen! Beeindrucken kann der Star vor allem durch sein prächtiges Gefieder und sein spektakuläres Schwarmverhalten sowie seine Flexibilität bei Nahrung und Brutplatzwahl. Bei Erreichen der Anhöhe stand die Feldlerche im Mittelpunkt. Normalerweise Feldlerchenrevier, konnten wir an diesem Nachmittag ihre typischen Verhaltensweisen leider nicht beobachten. Wie auch schon beim Thema Star sorgte deshalb entsprechendes Bildmaterial und die akustische Darbietung der Ruflaute mit mobilem Endgerät für die notwendige Untermalung des fachlichen Teils.
Endlich am Echelsee angekommen, wurden tatsächlich Amphibien gesichtet - etliche weibliche und männliche Exemplare von Berg- und Teichmolch hielten sich im Uferbereich auf. Vorsichtig - mit Becherlupe - entnommen, wurden diese nach kurzer Begutachtung wieder in das Gewässer entlassen. Regelrecht euphorisch war der Forscherdrang bei den Kindern und Jugendlichen geweckt! Somit wurde der theoretische Teil aufs Wesentliche beschränkt - die vielen Beobachtungen beeindruckten da wesentlich nachhaltiger...
Wohl eher für die erwachsenen Begleiter ein Highlight war die Beobachtung eines Raubwürgers (Grauwürger) auf dem Rückweg vom Echelsee - ist dieser doch nur noch äußerst selten in unseren Regionen anzutreffen. (udge)


Bilder: Guillermo Cartagena / Udo Gehrig


...Feldlerchen waren leider nicht zu sehen. Landschaftlichen Begebenheiten, Bilder und elektronische Medien boten trotzdem genug Möglichkeiten für Erläuterungen...


...männlicher Bergmolch. Nach kurzer Begutachtung wurde dieser wieder unversehrt in seiner natürlichen Umgebung ausgesetzt...


...hierbei handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um einen weiblichen Teichmolch. Die Bestimmung ist nicht immer einfach, da zwischen der sog. Landtracht und Wassertracht unterschieden werden muss. Am Besten noch an der Kloake zu unterscheiden. Genaues Hinsehen ist auch bei der Artenbestimmung notwendig: so ist z.B. der Rückenkamm bei einem männlichen Teichmolch (nur) in der Wassertracht sehr stark ausgeprägt - dann werden diese häufig fälschlicherweise als Kammmolch identifiziert....


...Wasser im Allgemeinen und die faszinierende Welt der Amphibien im Speziellen üben eine hohe Anziehungskraft aus. Nur mit Nachdruck ließen sich die Teilnehmer zum Heimweg überreden - so soll es sein...